Studienreferate
Zusammenfassung aktueller Studien zu ADHS
Hiermit bestätige ich, dass ich einen medizinischen oder pharmazeutischen Beruf ausübe [Ärzt*in, Apotheker*in, Pharmazeutisch-technische*r Assistent*in (PTA), Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)].
ADHS bei Kindern und Jugendlichen: mehr soziales Konstrukt als Erkrankung?
Banaschewski T et al., 05. Januar 2024
Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat das Krankheitsbild der Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auf konzeptioneller Ebene einen Entwicklungsprozess durchlaufen, und bedeutet heute viel mehr als eine reine psychiatrische Diagnose. Banaschewski et al. haben sich in diesem Zuge mit ADHS als sozialem Konstrukt befasst und thematisieren in ihrer theoretischen Analyse vor allem die steigenden Prävalenzen sowie den Medikamentengebrauch.
ADHS-Forschung: Standardisierung und Langzeitstudien erforderlich
Chaulagain A et al., 17. November 2023
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist schon vor einigen Jahren langsam aus der gesellschaftlichen Tabu-Ecke gerückt und wird auch auf wissenschaftlicher Ebene in zahlreichen Studien und Übersichtsarbeiten thematisiert. Erstautorin A. Chaulagain et al. wollten sich vor diesem Hintergrund einen Überblick zum bisherigen Forschungsstand verschaffen und haben nun einen systematischen Metareview veröffentlicht.
Psychische Gesundheit: Interventionen für Kinder zwischen 4 und 9 Jahren
Hudson JL., September 2023
Die psychische Gesundheit von Kindern stellt weltweit ein wachsendes Anliegen dar. Frühe Interventionen können entscheidend sein, um langfristige psychische Probleme zu verhindern. Hudson et al. wollten in diesem Kontext mehr zum aktuellen Forschungsstand über bestehende Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern im Alter von 4 bis 9 Jahren erfahren und haben eine Übersichtsarbeit und Metaanalyse vorgelegt.
Psychische Störungen: Manifestationsalter hängt von der konkreten Diagnose ab
Solmi M., Januar 2022
Gezielte Präventionsmaßnahmen und frühzeitiges Eingreifen noch vor dem Ausbruch psychischer Störungen können die Behandlungsergebnisse gravierend verbessern. Da aber die Spannbreite und das durchschnittliche Erkrankungsalter der meisten psychischen Störungen bis heute unklar sind, haben Solmi et al. eine großangelegte Metaanalyse zahlreicher epidemiologischer Studien zum Thema initiiert.
ADHS: Psychoserisiko nimmt unter Stimulanzien zu
Moran LV. et al., 21. März 2019
Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene werden aufgrund einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit Methylphenidat oder Amphetamin behandelt. Beide Stimulanzien stehen im Verdacht, bei zuvor gesunden Personen Psychosen zu induzieren. Ob das Risiko hierfür von der Art des eingesetzten Wirkstoffs abhängt, haben nun US-Wissenschaftler untersucht.